Wie oft kann man Tee aufgießen?
Quick answer
Das hängt von der Teesorte und der Methode ab. Beim westlichen Stil (mehr Wasser, weniger Aufgüsse) bekommst du in der Regel 1–4 weitere Aufgüsse; beim Gongfu-Aufguss (mehr Blätter, kurze Ziehzeiten) sind es deutlich mehr — oft 5–12 Runden für Pu-Erh und Oolong. Verlängere die Ziehzeit mit jedem Aufguss ein wenig, gieß vollständig ab und hör auf, wenn die Tasse blass und dünn wird. Kräutertees sind in der Regel nur einmal gut.
Aufguss-Tabelle
| Westliche Aufgüsse | Gongfu-Runden | |
|---|---|---|
| Grüner Tee | 1–2 | 3–4 |
| Weißer Tee | 2–3 | 4–6 |
| Oolong | 2–3 | 5–8 |
| Schwarzer Tee | 1–2 | 3–5 |
| Shu Pu-Erh | 3–4 | 8–12 |
| Sheng Pu-Erh | 3–5 | 10+ |
| Kräutertee | Meist 1 | Nicht üblich |
So verlängerst du jeden Aufguss
Jede Runde löst etwas weniger aus den Blättern, deshalb brauchen spätere Aufgüsse mehr Zeit, damit die Tasse geschmackvoll bleibt. Beim Gongfu-Aufguss ist der klassische Trick, jede Runde ein paar Sekunden länger ziehen zu lassen — der Brüh-Timer macht das automatisch. In der Tasse einfach den zweiten Aufguss ein wenig länger ziehen lassen als den ersten.
Häufige Fragen
Darf man die Blätter zwischen den Aufgüssen nass lassen? Für eine Pause am selben Tag sind ein paar Stunden kein Problem. Lass nasse Blätter nicht über Nacht bei Zimmertemperatur stehen; gieß sie noch einmal auf oder entsorge sie.
Gibt es beim Gongfu wirklich mehr Aufgüsse? Ja — das hohe Verhältnis von Blättern zu Wasser und die kurzen Aufgüsse verteilen dieselben Blätter auf viele kleine, sich verändernde Tassen, statt sie in ein oder zwei großen Aufgüssen zu erschöpfen. Mehr dazu unter Gongfu vs. westlich.
Stell die Runden mit dem Brüh-Timer ein, schau dir die Ziehzeiten für den ersten Aufguss an und pass die Blattmenge mit dem Gramm-Rechner an.
